30 Jahre Judoabteilung Illerkirchberg

Nach den sehr turbulenten Jahren in der jüngsten Vergangenheit sah es ein paar Mal so aus, als ob unsere Judoabteilung die Coronakrise und auch den damit verbundenen Mitgliederschwund nicht überstehen würde. Aber dank guter Zusammenarbeit mit der GS Illerkirchberg und der guten Mund zu Mund-Propaganda im Ort konnten wir unsere Mitgliederzahlen besonders im Kinderbereich wieder deutlich steigern. Und somit war auch das Weiterbestehen der Judoabteilung vorerst gesichert.

Dank dieser Entwicklung hatten wir uns dann vor ca. einem halben Jahr dazu entschlossen unser 30-jähriges Jubiläum zu planen. Die erste und wichtigste Frage war, wie groß machen wir die Feier?
Da unsere Mitglieder vorwiegend kleinere Kinder sind, haben wir uns dazu entschlossen den Organisationsaufwand etwas kleiner zu halten und in unserer „kleinen und gemütlichen “ TSG-Halle zu feiern.
Für den Tag planten wir einen Lehrgang mit Judo, Ju-Jutsu, Stockkampf und Kickbox-Aerobic, für den Abend war dann die eigentliche Jubiläumsfeier mit Sektempfang, Abendessen Sport- und Musikvorführungen vorgesehen.

Dank der gezielten Vorbereitung verlief der Tag ohne Zwischenfälle wie am Schnürchen.
Punkt 10 Uhr morgens begrüßte Fietsche die Trainer, die Gäste und 50 Kinder.
Schnell waren alle Kinder in drei Gruppen eingeteilt und das Training wurde von den einzelnen Übungsleitern übernommen. Zum Aufwärmen wählten alle zuerst verschiedene neue Rauf- und Fangspiele und unterschiedliche judospezifische Bodenübungen. Auch die anschließenden Übungen in unterschiedlichen Stilrichtungen waren für die meisten Kinder unbekannt.
Durch die Aufteilung in drei Gruppen, Kinder, Jugendliche und die Gruppe „Ganz schön stark“ aus der Lindenhofschule konnten die Übungsleiter ganz gezielt auf das Leistungsniveau und den Wissensstand der Teilnehmer eingehen, ohne dass jemand über- oder unterfordert wurde. Das Wichtigste aber war der gemeinsame Spaß und dass jeder viele neue Impulse mitgenommen hat.

Insgesamt umfasste das Training 5 Trainingseinheiten á 40 min., aber dadurch, dass immer nach der Pause der Trainer und die Stilrichtung gewechselt wurde, wurde es den Kindern nie langweilig und sie zeigten alle eine ausgezeichnete Kondition. Dies zeigte sich ganz besonders in der Abschlusseinheit, die wie üblich Adi Bernard mit seinem Kickbox Aerobic übernommen hat. Mit Begeisterung machten alle zusammen unterschiedliche Box- und Kicksequenzen auf die Musik von ACDC.
Planmäßig wurde das Training gegen 16 Uhr beendet. Mit großem Beifall wurde den Trainern für einen ganz tollen, unvergesslichen Tag gedankt.

Während der eine oder andere dann zu Duschen ging, standen schon zahlreiche Helfer parat, um die Halle für die Abendveranstaltung herzurichten. Fast gleichzeitig wurden in Windeseile zwei der drei Matten ab- und dafür Tische und Stühle aufgebaut und festlich dekoriert.

Kaum war man mit dem Umbau fertig, kamen auch schon die ersten Gäste und die Halle füllte sich bis auf den letzten Platz.
Mit wenigen Worten begrüßte Fietsche nach dem Sektempfang die anwesenden Gäste und erzählte in knappen Sätzen einiges über die Entstehung und Entwicklung der Judoabteilung während der letzten 30 Jahre.
Einen ganz besonderen Dank drückte er Dieter ‚Bischoff aus, der mit ihm zusammen seit über 25 Jahren die Geschicke der Judoabteilung maßgeblich mitgestaltet und gesteuert hat.
Nachdem sich alle bei dem leckeren Buffet mit allerlei Köstlichkeiten gestärkt hatten, freute man sich alle auf die sportlichen Vorführungen.
Doch zuvor ergriff Bürgermeister Markus Häussler und der Präsident der GKBA Adi Bernard noch die Möglichkeit der Judoabteilung ganz herzlich zu ihrem 30-jährigen Bestehen zu gratulieren und der Abteilungsleitung und allen Trainern für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Arbeit herzlich zu danken.
Voller Ungeduld und Nervosität warteten schon unsere Kleinsten, die das sportliche Programm mit ihren Vorführungen eröffnen sollten. Im ersten Teil zeigten sie eine Kinderkata in der die Etikette, die Fallschule und die ersten Würfe demonstriert wurden. Die zweite Gruppe zeigte dann Techniken aus dem normalen Trainingsbetrieb mit höherem Schwierigkeitsgrad.
Danach reite sich dann ein Höhepunkt an den anderen.

Ein ganz besonderes Highlight stellt dabei die Gruppe Waraku Kai Shou unter Leitung von Frau Baetrix Wagner mit ihren 7 Taiko Trommeln dar. Diese wurden früher nur zu religiösen oder kulturellen Zwecken, z. B. im Tempel oder bei Hoffesten eingesetzt. Später dienten sie aber auch den Samurai im Krieg, zur Motivation der eigenen und zur Abschreckung der gegnerischen Truppen. Das kraftvolle Schlagen auf die großen Trommeln erzeugt eine enorme Energie, die man am ganzen Körper spürte und die den Körper vibrieren lässt. Die tiefen, basserfüllten Töne gingen sprichwörtlich jedem unter die Haut
Im nächsten Block sollte es dann wieder etwas ruhiger werden, Zuerst führte die Gruppe „Ganz schön stark“ eindrucksvoll ihre „Baumform“ sowie eine Art von behindertengerechten Judoformen vor. Im Anschluss daran zeigten Dieter und Petra Bischoff die Qi Gong Form „Die fünf Elemente“. Den Abschluss dieses Blocks bildeten Irene Schäfer und Fietsche mit der Pekingform, einer Tai Chi Form mit 24 Bildern sowie einer 13er Säbelform.
Zum Schluss der sportlichen Vorführungen führte Waldemar Siebert aus dem Dojo Offenburg eine Langstock-Kata erst in Zeitlupentempo und anschließend im Originaltempo vor.
Den endgültigen Abschluss unseres Programms bildete dann nochmals die Gruppe Waraku Kai Shou mit ihrem imposanten Trommelspiel, das man nicht alle Tage zu hören bekommt. Deshalb möchten wir hiermit nochmals Frau Beatrix Wagner und ihren Taiko-Trommlern unseren ganz besonderen Dank ausdrücken, dass sie extra für unser Jubiläum mit ihren Mitspielern bis aus Würzburg zu uns gekommen ist, um bei unserem Jubiläum den krönenden Höhepunkt zu gestalten.

Nicht vergessen möchte ich allen Hilfskräften, die uns den ganzen Tag über unterstützt haben, sei es bei der Vorbereitung und Organisation des ganzen Tages, bei der Verpflegung während des Lehrgangs, abends beim Umbau oder auch in der Küche beim Aufräumen oder zum Bereitstellen von Getränken und vielen anderen Tätigkeiten, ganz herzlich zu danken.
Ganz besonders möchte ich aber die Eltern der Gruppe „Ganz schön stark“, die uns den ganzen Tag über geholfen haben, erwähnen und herzlich für ihre Unterstützung danken. Es zeigte uns wieder, dass unsere Judoabteilung eine ganz besondere Familie ist, wo jeder für jeden da ist, und in der ein ganz besonderer Geist herrscht, immer nach dem Motto von Jigoro Kano „Ji ta kyo ei – zum gegenseitigen Wohlergehen“.
Auch wenn wir unser 30-jähriges Jubiläum nur in „kleinem Rahmen“ gefeiert haben, so wird es doch für alle sicherlich immer in guter Erinnerung bleiben.

Für die Judo-Abteilung
Christa Adamaszek